Nackte Spiritualität #wer?

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Hier der zweite Teil von Dinas Talk:

Beim Wer? geht es darum mehr zu verstehen wie Gott uns sieht; dass es nicht darauf ankommt, was ich mache und wieviel ich mache, um meinen Glauben aufrechtzuerhalten. Wie sieht Gott mich? ohne dass ich irgendetwas dafür tun muss!

Als Johannes wieder einmal viele Menschen taufte, ließ sich auch Jesus taufen. Als er betete, öffnete sich der Himmel, 22 und der Heilige Geist kam in Gestalt einer Taube auf ihn herab. Und eine Stimme vom Himmel sprach: »Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich große Freude.«

– Lk 3, 21-22

Vom Heiligen Geist erfüllt, verließ Jesus den Jordan. Der Geist brachte ihn in die Wüste, 2 wo der Teufel ihn vierzig Tage lang in Versuchung führte. Während dieser ganzen Zeit aß er nichts, sodass er schließlich sehr hungrig war. 3 Da sagte der Teufel zu ihm: »Wenn du der Sohn Gottes bist, verwandle doch diesen Stein in Brot.« 4 Aber Jesus erwiderte: »Nein! In der Schrift steht: `Der Mensch braucht mehr als nur Brot zum Leben.´«

– Lk 4, 1-4

Ich finde diese Stelle sehr interessant. Eine Stimme spricht aus dem Himmel und kurz danach lesen wir, das der Teufel Jesus testet. Sehr viel übernatürliches – und auf den ersten Blick vielleicht etwas seltsam.

Ich möchte mich in Verbindung mit dieser Stelle auf das Thema Identität konzentrieren. ich hatte eben gesagt, bei dem WER? geht es darum, wie Gott uns sieht? Was sieht Gott, wenn er dich anguckt?

Du bist mein geliebtes Kind:

Dieses geliebt kommt aus dem griechischen agape – was bedeutet: göttliche, perfekte Liebe, Liebe, die nichts im Gegenzug verlangt-Liebe, die gibt, die gerne gibt –

in anderen Worten: du bist geschätzt, du bist mir lieb; ich erachte dich als wertvoll; du bist mein Liebling.

an dir habe ich große Freude: ich bin zufrieden mit dir; ich erfreue mich an dir; es macht Spaß zuzugucken, wie du dich entwickelst und wie du lebst.

Diese Stimme aus dem Himmel spricht zu Jesus und sagt: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich große Freude.“ Gott benennt Jesus als ein Teil von sich: MEIN geliebter Sohn.

Das ist immer Gottes erster Schritt. Bevor wir irgendetwas richtig tun, bevor wir irgendetwas falsch tun, hat Gott uns als ein Teil  von  sich benannt. Wir gehören zu seiner Familie und wir haben in seinen Augen einen sehr sehr hohen Wert.

und so oft und so schnell und so laut versuchen uns andere Stimmen zu sagen wer wir sind und zu wem wir gehören: Kapitalismus, der Gewichtsverlust-Schönheits-Komplex, unsere Eltern, Kinder in der Schule – sie alle versuchen uns zu sagen, wer wir sind und wie wir sein müssten-es aber nicht sind.

Aber nur Gott kann das tun. Alles andere ist falsch!

Kurz nach Jesu Taufe testet der Teufel Jesus und sagt zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist…. sein Ziel ist es Jesus in Bezug auf seine Identität zu verunsichern und seine Beziehung zu Gott in Frage zu stellen.

Bist du wirklich Gottes Sohn? Gehörst du wirklich zu Gott?

Also wenn es Gottes erster Schritt ist uns unsere Identität zu geben und positives über uns zu denken und zu sagen,

dann ist es der erste Schritt des Teufels unsere Identität in Frage zu stellen.

unsere Identität hat nichts damit zu tun, wie andere uns wahrnehmen.

Aber man ist immer versucht, genau das zu glauben. Wir sind versucht unseren inneren Wert anzuzweifeln – ständig – bis wir zu dem Punkt kommen, dass wir unsere Identität von Gott und unsere Beziehung zu ihm in Frage stellen und uns darin verunsichern lassen.

und ich weiß nicht, ob du an den Teufel oder an Dämonen glaubst – aber  vielleicht sind Dämonen zu verstehen als : alles andere, was uns versucht einzureden, wer wir sind und wie wir sein müssen. alles andere als Gott,

Ich glaube, dass es eine geistliche Kampfführung gibt – dass es tatsächlich Kräfte gibt, deren Ziel es ist sich Gott zu widersetzen – in der Welt und in unserem Leben.

Vielleicht glaubst du nicht an den Teufel – ich weiß es nicht – vielleicht glaubst du nicht an Jesus. Aber vielleicht kannst du was damit anfangen, dass es das Gute und das Böse gibt, dass es Licht und Dunkelheit gibt.

Und die Präzision, mit der der Teufel oder das Böse oder die Dunkelheit (oder was du es auch immer nennen möchtest) sich in unser Leben hineinwurmt ist unglaublich.  Es ist wie ein maßgeschneiderter radioaktiver Isotop, der unsere Identität als Kinder Gottes in Frage stellt.

Und am anfälligsten für die Dunkelheit sind wir immer dann, wenn wir ins Licht treten: eine plötzliche Entmutigung inmitten einer guten und gesunden Entscheidung, ein giftiger Gedanke, wenn wir gerade dabei sind uns in die richtige Richtung zu bewegen;

oder wenn wir gerade dabei sind nach vorne zu gucken und unsere Vergangenheit vergangen zu lassen, wird uns eine Begebenheit aus unserer Vergangenheit wieder so präsent und läuft mit als Film vor unseren Augen ab – mit Untertitel – ich weiß nicht wie es dir geht, aber ich hasse es Filme mit Untertitel zu gucken. und dieser Untertitel sagt nur negatives und nur schlechtes über dich:

Mann, bist du schlecht, Mann bist du dumm, mann bist du hässlich, mann was hast du da nur für einen Fehler gemacht, du bist so falsch! sagt der Untertitel.

Als sich Martin Luther in einem Schloß versteckt hatte, um die Bibel aus dem Urtext ins Deutsche zu übersetzen, damit auch normale Menschen die Bibel lesen konnten, hatte er sehr stark mit Zweifel und Entmutigung zu kämpfen, er hielt diese negativen Gedanken und Mächte für den Teufel.

Man konnte sehr oft hören wie er sein Tintenfass nahm und es nach dem Bösen schmiss, welches ihn dazu verführte Gottes Versprechen in Frage zu stellen und während er nach dem Bösen schmiss, hörte man ihn durch das ganze Schloss schreien „ich bin getauft!“. Weil die Taufe genau das aussagt, ich gehöre zu Gott und ich schenke nur seiner Stimme Glauben und sonst keiner anderen Stimme!

Evangelischer Theologe Craig Koester sagt, dass das Böse von einer weltlichen Perspektive so beherrschend und unaufhaltsam ist und wenn wir uns abends die Nachrichten ansehen, können wir dem nur zustimmen.

Aber er sagt, aus einer himmlischen Perspektive tobt das Böse in dieser Welt, nicht weil es so mächtig ist, sondern weil es so gefährdet ist. Koester sagt, dass der Teufel, oder das Böse oder die Dunkelheit so  verzweifelt auf dieser Erde tobt, weil er weiß, dass er bereits verloren hat.

Und auch auf die Gefahr hin, dass ihr denkt ich hab sie nicht mehr alle, möchte ich euch trotzdem dazu einladen mich in dieser verrückten Übung anzuschließen:

Lasst uns unsere Entmutigungen und unsere Zweifel und unsere Ängste als echte Kräfte vorstellen, die Gott in Frage stellen möchten. Und lasst uns dann das Böse und die Dunkelheit nicht als mächtig und unaufhaltsam vorstellen, sondern als verzweifelt und gefährdet.

Wenn diese Kräfte, die Gott nur in Frage stellen wollen, zu uns flüstern: WENN – Wenn Gott mich wirklich liebt, dann würde ich mich nicht so fühlen…Wenn ich wirklich geliebt bin, dann sollte ich alles haben was ich will… Wenn ich wirklich zu Gott gehöre, dann würde in meinem Leben nicht alles schief laufen –

Wenn diese Stimmen kommen, erinnere dich daran, dass Gott dir einen Namen gegeben hat, dass er dich liebt, dass du zu ihm gehörst und dass er Freude an dir hat. Du bist gut so wie du bist! Du bist nicht falsch! Du bist nicht dumm! Du bist nicht hässlich! Du bist sehr gut und Gott hat Freude an dir!

Wenn das, was sich in deinem Leben als Depression, oder zwanghaftes Essen, oder Narzissmus, oder Verzweiflung, oder Entmutigung oder Verbitterung, oder Isolation breit macht und Überhand nimmt, versuch es dir als eine verzweifelte und gefährdete Macht vorzustellen, die nur versucht Gottes Gnade und Barmherzigkeit und seine Liebe zu dir in Frage zu stellen und dir zu sagen, dass du schlecht bist und dass du falsch bist!

und sag ihm dann : Hau ab!

und sag ihm dann trotzig und herausfordernd: ich  bin  getauft!

oder ich gehöre zu Gott.

oder Ich bin seins.

ich  bin  geliebt – so  wie  ich  bin!

Denn nichts anderes darf dir sagen, wer du bist und wann und wie du wertvoll bist.

und wisst ihr Das genau das ist die Gute Nachricht, der wir folgen. Das ist der Grund warum wir machen, was wir machen. Du bist geliebt und Gott hat dir einen Namen gegeben. Das ist die gute Nachricht.

Er, der dich geschaffen hat, der in Jesus Mensch wurde und auf dieser Welt lebte voller Gnade und voller Wahrheit und der für uns ist und mit uns ist, dass er an unserer Stelle ins Grab ging. und es gibt nichts, was du sagen oder machen oder glauben kannst, um diese Gute Nachricht echter zu machen.

Diese Gute Nachricht ist da – sie ist allgegenwärtig und viel wichtiger – sie ist ein Geschenk… du musst dich nicht verstecken oder verstellen um dieses Geschenk zu empfangen und zu behalten.

und das was wir hier machen, wir geben unser Leben und unsere Energie und unsere Zeit und unser Geld dafür, um anderen von dieser wundervollen guten Nachricht zu erzählen – in der Hoffnung, dass sie auch, so wie wir, diese Freiheit erleben können und das Leben genießen können.

Vergib und Wer. 2 Worte, die eine große Macht haben können.

Vergib! Versuch nicht eine Version von dir selbst vor dir, vor Gott und vor anderen zu präsentieren, als das, was du wirklich bist. Tu nicht so, als ob… hier geht es darum echt und authentisch zu sein. Beim Vergib! erkennst du an, dass Gott schon alles weiß! Du horchst in dich hinein und nimmst dir die Zeit Masken fallen zu lassen.

Wer? Versuch dir vorzustellen, wie Gott dich sieht. Wer bist du? Wer darf dir sagen wer du bist?

Gott sagt zu dir:

»Du bist mein geliebtes Kind, an dir habe ich große Freude.«

Das ist eine Gute Nachricht. Du bist gut! Du gehörst zu Gott; du bist seins; und er lächelt, wenn er an dich denkt! Lass dir nicht von irgendwelchen anderen Stimmen irgendetwas anderes einreden. Finde den Untertitel Knopf auf deiner Fernbedienung und stell den Untertitel aus, denn du gehörst zu ihm.

– Dina

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